Kfz-SV Büro Neldner

    An Werkstattmeister und Serviceberater

Hallo Werkstattmeister und Serviceberater,

 

Welcher Meister kennt das nicht? Die Arbeit geht pünktlich los - bloß keine AW verschenken und produktiv sein. In fünf Minuten kommt der erste Kunde zur Serviceberatung am Fahrzeug, die Serviceassistentin hat das Terminblatt wunderbar vorbereitet, da klingelt das Telefon: "Herr Meier ist liegengeblieben und braucht dringend Hilfe." Du rufst an und willst gerade Einzelheiten mit dem Kunden klären, da kommt der Monteur: "Wir haben kein Spezialwerkzeug für die Nockenwellen." Im selben Moment stürzt der Lagermitarbeiter herein, die bestellten Teile sind falsch und können nicht eingebaut werden. Dann kommt der Chef und sagt: "Ich müsste jetzt mal dringend mit dir reden, da ich gleich den ganzen Tag weg bin." Draußen wartet schon der erste Durchgangskunde, weil sein Motor nicht sauber läuft und selber müsste man eigentlich mal dringend das Örtchen aufsuchen... Du denkst: 'Am besten mehrfach klonen.'

 

Sicherlich ist das ein bisschen übertrieben und lädt zum Schmunzeln ein. Aber ab und zu gibt es ähnliche Situationen, die jeder Meister wahrscheinlich schon mehrfach erlebt hat. Natürlich kann man durch eine gute Terminplanung und Serviceorganisation solche Situationen weitestgehend ausschließen. Aber die Arbeitsmenge und der Druck sind trotzdem so enorm, dass sich kaum ein Meister über Arbeitsmangel beklagen kann.

 

Deshalb mal zum Nachdenken: Genauso wie Sie die Terminplanung und die Serviceorganisation für die Optimierung der betrieblichen Abläufe umgestellt haben, warum gegebenenfalls die  Zeit für einen Kostenvoranschlag  investieren, wenn  auch   in vielen Fällen ein Gutachten erstellt werden kann und der Kunde, sowie die Werkstatt dazu noch profitieren. Wer heute noch im Hapftpflichtschadensfall einen Kostenvoranschlag über 750€ erstellt, sollte sich überlegen seine Zeit effektiver für    die Firma bzw. für den Kunden zu  nutzen un dazu sich selber Luft zu verschaffen.